Ep. 377: Die Pariser Kommune – Vorbild für die Gegenwart?
Wenn überall in Frankreich junge Menschen auf den Straßen demonstrieren und manche sogar Barrikaden errichten, wenn gegen den Status quo gekämpft wird und dabei ökonomische und soziale Fragen im Mittelpunkt stehen, drängen sich Parallelen zur Pariser Kommune auf. Die Pariser Kommune war eine revolutionäre Selbstverwaltung von Paris, die vom 18. März bis zum 28. Mai 1871 bestand. Nach Frankreichs Niederlage im Deutsch-Französischen Krieg erhoben sich Teile der Pariser Bevölkerung gegen die französische Regierung. Die gewählte Kommune wurde vor allem von Arbeitern, Handwerkern und unterschiedlichen sozialistischen sowie radikaldemokratischen Strömungen getragen. Gesetzt wurde auf demokratische Selbstregierung und man wendete sich gegen den vorherrschenden Nationalismus. Die Pariser Kommune war, auch wenn das heute oft vergessen wird, ein internationalistisches Projekt, das jedoch bald brutal niedergeschlagen wurde. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über das Erbe der Kommunarden und über Karl Marx‘ Kommentierung der Geschehnisse. Literatur: Karl Marx: "Der Bürgerkrieg in Frankreich", in: Marx-Engels-Werke. Band 17, S. 313-365. Loui…
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