Ep. 72: Die keynesianische Wirtschaftspolitik
Wohlstand für Alle In der aktuellen Krise erleben wir, wie der Staat als wirtschaftlicher Akteur zurückkehrt. Mit #Kurzarbeitergeld, durch die befristete Senkung der #Mehrwertsteuer und viele weitere Maßnahmen, soll die Wirtschaft stabilisiert werden. Die Sorge der Regierung ist groß (und durchaus berechtigt), dass die Nachfrage stark abnimmt und wir uns auf eine langfristige Rezession einstellen müssen. Dennoch haben viele Liberale und Konservative den Knall offenbar noch immer nicht gehört, nach wie vor ängstigen sie sich vor den Eingriffen des Staates. Wird hier etwa der Staatssozialismus etabliert? Sind wir auf dem Wege zur Planwirtschaft? Nein, vielmehr erleben wir derzeit eine Renaissance von John Maynard Keynes und seinen Theorien – und diese waren kapitalistisch. Der Staat, so will es die keynesianische Theorie, soll anti-zyklisch agieren. Wenn alle sparen, muss der Staat die Spendierhosen anhaben, wenn die #Konjunktur boomt, sollte eine Regierung bloß nicht übermütig werden, sondern sparsam haushalten. Durch die neoliberale Wende ist diese Strategie in Verruf geraten, doch jetzt wird nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU – aber auch in diversen anderen Volks…
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