Ep. 130: Wie Aktienrückkäufe die Ungleichheit verschärfen

Feb 2, 2022 · 28m

Wohlstand für Alle 2021 war für die meisten großen Unternehmen ein sehr erfolgreiches Börsenjahr. Obwohl die Aktien bereits nach 2020 recht hoch bewertet waren, konnten erneut Rekordkurse verzeichnet werden. Diverse Gründe gibt es dafür, einer ist gewiss der Trend zu Aktienrückkäufen. Dabei kaufen Unternehmen ihre eigenen Aktien in hoher Stückzahl zurück, um so den Kurs nach oben zu treiben – und nicht selten auch, um Steuern zu sparen. Bis 1998 war diese Form der Transaktion in Deutschland verboten, inzwischen werden solche Rückkäufe auch in Deutschland immer beliebter. Mehr als 18 Milliarden Euro gaben allein die DAX-Konzerne im vergangenen Jahr für den Rückkauf ihrer eigenen Aktien aus. Das ist jedoch wenig, wenn man einen Blick nach Amerika wirft: Tech-Konzerne wie Apple und Microsoft legen ständig neue Kaufprogramme in Milliardenhöhe auf. Dieses Geschäftsmodell, das nicht zuletzt Manager sehr reich macht, beruht auf dem Shareholder-Value-Prinzip und verschärft, wie Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ zeigen, auf Dauer die Ungleichheit. Literatur: William Lazonick, Mustafa Erdem Sakinç, Matt Hopkins: "Why Stock Buybacks Are Dangerous f…

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