Ep. 151: Die Finanzkrise 2008 und die Repo-Märkte

Jun 29, 2022 · 29m

Wohlstand für Alle Wird in deutschen Medien über die Finanzkrise von 2007/2008 gesprochen, geht es meist um die faulen Immobilienkredite und die dubiosen Geschäfte von amerikanischen Hedgefonds-Managern. Seltener stellt man sich die Frage, wie beispielsweise Hedgefonds-Manager überhaupt rasch an Liquidität gelangen, um ihre Geschäfte ausüben zu können. Hierbei spielen die Repo-Märkte eine entscheidende Rolle, die jedoch im medialen Diskurs unterbelichtet ist – nicht zuletzt, weil diese Finanzinstrumente etwas komplizierter sind. Repo (repurchase operation oder auch repurchase agreement) steht für Rückkaufvereinbarung. Eine solche wird geschlossen, wenn zum Beispiel ein Hedgefonds-Manager Wertpapiere an eine Bank verkauft, um schnell an Geld zu kommen, und verspricht, dieses bald mitsamt Zins zurückzuzahlen. Allerdings legt die Bank diese Wertpapiere nach dem Kauf nicht einfach in die Schublade, um sie dort zu verwahren, oft werden innerhalb des festgelegten Zeitraums von der Bank wiederum Geschäfte mit den Papieren betrieben. So entsteht ein instabiles System, das bemerkenswerterweise nicht durch die USA, sondern durch Europa ermöglicht wird. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M…

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