Ep. 199: Wieso Lohn für Hausarbeit eine schlechte Idee ist
Wohlstand für Alle Sollte Hausarbeit entlohnt werden? Und wenn ja, wie hoch sollte der Lohn sein? In den 1970er-Jahren wollten Aktivistinnen circa 2000 D-Mark für die Reproduktionsarbeit erhalten, was annähernd so viel wie der Durchschnittslohn war. Tatsächlich handelte es sich um eine aus der Luft gegriffene Zahl. Das hinderte diverse Bewegungen in Deutschland, aber auch in anderen Ländern wie England oder Amerika, nicht daran, diese Forderungen lautstark zu vertreten. Allerdings mit keinem nennenswerten Erfolg. Hinzu kam, dass viele Pamphlete maximal unlogisch argumentierten: So glaubten einige, dass sie mit dem Lohn für Hausarbeit von eben dieser unabhängig werden und statt zu kochen lieber ins Restaurant gehen könnten. Sie wollten also am Ende nicht Lohn für getane Arbeit erhalten, sondern ein Gehalt, das sie von der Arbeit entbindet. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ zeichnen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die Irrungen und Wirrungen der Debatte nach und machen konstruktive Gegenvorschläge. Literatur: Pieke Biermann, Gisela Bock: "Lohn für Hausarbeit vom Staat für alle Frauen", in: Courage. Berliner Frauenzeitung (3/1977), online verfügbar unter: http://library.fe…
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