Literatur #39: Wieso AMERICAN PSYCHO nichts für Incels ist

Mar 30, 2024 · 23m

WfA-Literatur Unsere Zusatzinhalte könnt ihr bei Steady und Patreon hören. Vielen Dank! Patreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgang Steady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/about Bret Easton Ellis war in den 1980er-Jahren das enfant terrible im US-amerikanischen Literaturbetrieb – und noch immer provozieren seine Werke. Sie provozieren aber keineswegs nur Ablehnung, sondern auch ein radikales Denken. Mit „Unter Null“ gelang Ellis ein vielbeachtetes Debüt, zum großen Skandal avancierte 1991 sein Roman „American Psycho“ noch vor dem Erscheinen, da Ellis‘ Verleger sich trotz eines bereits gezahlten hohen Vorschusses weigerte, das Buch zu veröffentlichen. Zeitungen wie „The New York Time“ warnten vor dem Wall-Street-Thriller, und in Deutschland war er jahrelang indiziert. „American Psycho“ handelt von dem jungen Börsenspekulanten Patrick Bateman, der an der Wall Street ein Vermögen macht, auch wenn wir an keiner Stelle erfahren, wie genau seine Arbeit aussieht. Stattdessen schildert Ellis die Begegnungen mit Kollegen und die abscheulichen Gewalttaten, die Bateman in seiner Freizeit begeht. Batemans Identität ist maskenhaft, seine Persönlichkeit hat kein Inneres, sondern setzt…

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