Ep. 273: Kann man Umweltschäden bepreisen? Und ist das gerecht?
Wohlstand für Alle Beim Kampf gegen den Klimawandel taucht immer wieder ein Begriff auf: Externalisierung. Externe Effekte, zum Beispiel Umweltverschmutzung, entstehen, wenn wirtschaftliche Aktivitäten Dritte beeinflussen, ohne dass eine Marktbeziehung zu diesen besteht. Ökonomen wie Hal Varian glauben deshalb, das Problem müsse durch die Einführung eines Marktes behoben werden. Das ist die theoretische Grundlage der CO2-Bepreisung. Übersehen wird dabei jedoch: Nicht jede Situation benötigt einen Markt zur Lösung; oft reichen soziale Normen oder gesetzliche Vorgaben aus. Außerdem mag eine CO2-Steuer zur Internalisierung externer Effekte zwar theoretisch sinnvoll sein. Jedoch ist sie in der Praxis schwer umsetzbar und trifft durch die soziale Ungleichheit besonders die ärmeren Schichten. Wer Geld hat, kann sich einen schlanken Fuß machen und weiterhin die Umwelt verpesten. Wer den Preis nicht entrichten kann, soll verzichten. Mehr zu den Paradoxien der Externalisierung von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“! WERBUNG: Alle Informationen zum Theorie-Podcast "tl;dr" der Rosa-Luxemburg-Stiftung findet ihr unter: https://rls-theoriepodcast.podi…
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