Ep. 279: Der CEO-Mord und das Gesundheitssystem der USA
Wohlstand für Alle Vergangene Woche wurde Brian Thompson, der 50-jährige CEO von UnitedHealthcare, vor einem Hotel in New York City erschossen. Wie Ermittlungen ergaben, steckt dahinter mutmaßlich der 26-jährige Luigi Mangione, der in einer McDonald's-Filiale in Pennsylvania festgenommen wurde. Es scheint eine politische Tat zu sein: Am Tatort entdeckte man Patronenhülsen mit den eingravierten Worten "deny, defend, depose", was auf das Vorgehen von Versicherungen hinweist, mit denen Kunden geprellt und Profite maximiert werden. Im Netz gibt es jedenfalls keine Beileidsbekundungen, stattdessen lachende Smileys und schwarzhumorige Memes. Auch seriöse Journalisten rechtfertigen zwar nicht die Gewalt, aber sie verweisen auf ein mörderisches Versicherungssystem, das Menschen in die Armut und in den Tod treibst. UnitedHealtcare steht für dieses System, nicht zuletzt, weil das Versicherungsunternehmen seit einer Weile eine KI einsetzt, die meist zugunsten des Konzerns entscheidet. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den Fall und die strukturelle Gewalt dahinter. Literatur: Jay M. Feinman: Delay, Deny, Defend: Why Insurance Companies…
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