Ep. 375: Joseph Schumpeter und der Imperialismus
Führt der Kapitalismus zum Imperialismus und damit in den Krieg? Diese Frage wird seit mehr als 100 Jahren diskutiert. Auch der Ökonom der „schöpferischen Zerstörung“, Joseph Schumpeter, mischte sich mit einem berühmten Aufsatz in die Debatte ein. Seine These ist, dass der Imperialismus dem Kapitalismus keineswegs zu eigen ist, sondern vielmehr ein atavistisches Überbleibsel bildet, das durch gewisse Bedingungen erstarken und die Oberhand gewinnen kann. Schumpeter schlägt einen großen historischen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart, um die Frage nach dem Verhältnis von Kapitalismus und Imperialismus zu beantworten. Bemerkenswerterweise kommt er dabei mitunter Lenin und Rosa Luxemburg gefährlich nahe. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Aktualität von Schumpeters Überlegungen. Literatur: Branko Milanović: The Great Global Tranformation. National Market Liberalism in a Multipolar World, Allen Lane. Joseph A. Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. UTB. Ders.: „Zur Soziologie der Imperialismen“, in: Ders.: Schriften zur Ökonomie und Soziologie. Hrsg. v. Lisa Herzog und Axel Honneth. Suhrkamp. Termine: Ole i…
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