Adorno, Freerk Huisken und die "Aufarbeitung der Vergangenheit"
In der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar sprechen wir über China: Ole schildert seine Eindrücke der Reise und dann sehen wir uns zwei bemerkenswerte Artikel an, die aktuelle Entwicklungen in der Volksrepublik beleuchten. Chinas Wirtschaft schwächelt, das zeigt sich auch daran, wie stark die Gig-Economy gewachsen ist, die nebenbei viele unglückliche Chinesen produziert. Wie mächtig die Regierung von Xi und seiner Kommunistischen Partei ist, zeigt wiederum eine Steuerreform. Reiche Chinesen, die Geld im Ausland geparkt haben oder sogar inzwischen im Ausland leben, sollen rückwirkend Steuern für ihre Offshore-Vermögen zahlen – in Hongkong, Singapur und Japan sind die chinesischen Millionäre und Milliardäre nun nervös. Anschließend diskutieren wir über zwei Texte, die sich mit den Deutschen und ihrer sogenannten "Vergangenheitsbewältigung" auseinandersetzen. Adorno analysiert den Umgang der Deutschen mit ihrer Schuld Ende der 50er-Jahre, in den 2000er-Jahre liefern Rolf Gutte und Freerk Huisken eine kontraintuitive Interpretation der deutschen Geschichte. Was, wenn der Nationalstolz gerade wegen der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit besonders wirksam und verbreitet ist? Mehr da…
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