Wolf Biermann, warum sind Sie kein Kommunist mehr?
Der Lyriker und Musiker Wolf Biermann, einer der einflussreichsten lebenden Künstler in Deutschland, ist zu Gast in "Alles gesagt?", dem unendlichen Podcast. Mit den Gastgebern Jochen Wegner und Christoph Amend unterhält er sich über Demokratie und Diktatur, Kapitalismus und Kommunismus, über Sprache und Musik. Und über die Frage, wie er in seinem Leben mit Verrat umgegangen ist. Wolf Biermann wurde 1936 in Hamburg geboren. Sein jüdischer Vater war Kommunist und Widerstandskämpfer und wurde in Auschwitz ermordet. Seine Mutter, ebenfalls im kommunistischen Widerstand, konnte sich und ihren Sohn retten und schickte ihn 1953 in die DDR. Dort studierte Wolf Biermann und arbeitete am Berliner Ensemble. Er wurde berühmt mit seinen Liedern und Gedichten und schließlich politisch so einflussreich, dass die DDR-Führung ihm zunächst ein Auftrittsverbot erteilte. 1976 bürgerte sie ihn aus – für viele der Anfang vom Ende der DDR. Biermann erklärt seinen berühmten Satz "Die guten Leute brauchen manchmal auch ein paar gute Leute", spricht über seine Begegnungen mit Angela Merkel und Margot Honecker, über sein erstes Konzert im Westen nach elf Jahren Auftrittsverbot im Osten 1976 und über seinen…
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