»Joschka Fischer, was haben Sie als Taxifahrer über die Menschen gelernt?«
Er wurde weltweit bekannt als der »Turnschuh-Minister« und prägte als Vizekanzler und Außenminister die deutsche Politik. Jetzt ist Joschka Fischer zu Gast in einer Sonderfolge des unendlichen Podcasts »Alles gesagt?« – (Fast) »Alles gesagt?«, live aufgenommen im Rahmen des 80. Geburtstags der ZEIT im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Im Gespräch blickt Fischer auf die »schönste Tellerwäscher-Vita der deutschen Nachkriegspolitik« (»Süddeutsche Zeitung«) zurück – vom Sponti und Taxifahrer bis ins Auswärtige Amt. Er berichtet von den Straßenschlachten in Frankfurt, seiner grundsätzlichen Skepsis gegenüber Autoritäten und dem Moment, als er den USA ein deutliches »I’m not convinced« entgegenhielt. Fischer analysiert die heutige Gefahr durch den erstarkenden Nationalismus und erklärt, warum Deutschland angesichts einer neuen Weltordnung wieder lernen muss, Machtpolitik zu betreiben. Außerdem erzählt er, warum er heute skeptischer auf die Welt blickt als früher und warum er dem russischen Präsidenten Putin, anders als sein damaliger Kanzler Gerhard Schröder, schon früh misstraute. Er spricht über seine emotionale Bindung zu Ungarn, seine Zeit als »letzter Rock ’n’ Roller« der Politik…
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