Ep. 2: Ach, der deutsche Film! FABIAN vs. FELIX KRULL

Sep 9, 2021 · 19m

Der deutsche Film – mutlos, träge, retromanisch, problembehaftet, totgefördert und kaputtgespart gleichermaßen, unterstützt von oft den falschen Leuten in Filmhochschulen, Fernsehredaktionen, Förderanstalten und Verbänden. Wer im System einmal drin ist, kann machen, was er will. Ich vermute, es wird selbst in den Kulturredaktionen deutscher TV-Kultursendungen niemanden geben, der sich wirklich auf einen neuen Film von Detlev Buck freut – wenngleich man ihm natürlich überall ein Forum bietet, da der Starregisseur auf einen Starschriftsteller zum Drehbuchautoren degradiert hat. Daniel Kehlmann hat offenbar seine künstlerischen Ansprüche für ein bisschen Kinoruhm über Bord geworfen. Peinlich ist das schon. Noch peinlicher ist das Resultat: Bucks Thomas-Mann-Verfilmung „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ ist grottenschlecht, voller Blödeleien und Schauspielern, die nur Knallchargen sein dürfen. Gut, Maria Furtwängler kann wirklich nicht besser. Wie kann es sein, dass ein solches Machwerk überhaupt gefördert wird? Was verspricht man sich davon? Nicht einmal wirtschaftlich ergibt das Sinn. Dabei könnte der Film auch ganz anders sein, und mitunter werden Träume wahr. Wenn etwa…

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