Ep. 64: Warum Träume Filme sind: WILDE ERDBEEREN von Ingmar Bergman
Die Filmanalyse 1957 erschien Ingmar Bergmans psychologisches Road-Movie „Wilde Erdbeeren“. Der große Stummfilmregisseur Victor Sjöström spielt Isak Bork, einen innerlich verhärteten Arzt, der sein Leben der Arbeit gewidmet hat und nicht in der Lage war, zwischenmenschliche Beziehungen mit Wärme zu füllen. Gemeinsam mit seiner Schwiegertochter Marianne (Ingrid Thulin) begibt er sich mit dem Auto nach Lund, um dort im Dom einen Ehrendoktor entgegen zu nehmen. Auf dieser Reise versinkt Isak immer wieder in Träume, die ihn mit seiner Jugend und seiner gescheiterten Ehe konfrontieren. Begleitet werden Isak und Marianne bald von drei jungen Leuten, die das Leben noch vor sich haben, wenngleich sich auch hier bereits grundlegende Konflikte abzeichnen. Hinzu kommen Begegnungen mit einem sich bis aufs Blut streitenden Ehepaar und mit Isaks Mutter, die selbst im Hochsommer friert – aus lauter Einsamkeit. „Wilde Erdbeeren“ zeigt auf geniale Weise, wie das Filmemachen und Träumen zusammenhängen. Neben der Freud-Rezeption wirft Bergman zudem die Grundfragen des Existentialismus auf. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast! Literatur:Albert Camus: Der Mythos des Sisyphos. Rororo.Sigmund Fr…
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