Ep. 82: Wofür die Metapher steht: BONES AND ALL – Kritik & Analyse
Die Filmanalyse Luca Guadagnino ist einer der interessantesten Regisseure unserer Zeit, wenn ihm auch nicht alles gelingt – etwa die Neuverfilmung von „Suspiria“ war mehr Verneigung als eigenständiges Werk. Unsterblich hingegen wird sein Meisterwerk „Call Me By Your Name“ sein, dessen Themenkreis in Variation und übersteigerter Form uns in „Bones And All“ wiederbegegnet. Das Genrehybrid, das Horror-, Western-, Roadmovie-, und Coming-Of-Age-Elemente beinhaltet, erzählt eine der ungewöhnlichsten Romanzen in der gesamten Filmgeschichte: Maren (Taylor Russell) und Lee (Timothée Chalamet) sind Eater, was meint, dass sie Menschen essen. Es gibt, so erfährt Maren, nachdem sie von ihrem Vater verlassen wurde und sie nun allein durch die Welt irrt, mehr Eater, als sie gedacht hat. Gruselige Begegnungen wird es im Laufe ihres Trips durch die Staaten immer wieder geben, aber auch eine sehr innige Beziehung mit Lee bahnt sich an, der ebenfalls durch die Lande vagabundiert. In „Bones And All“ treffen sich zwei Verlorene, die Guadagnino in melancholische Weiten platziert. Wofür aber steht die Eater-Metapher? Kann bzw. muss man den Film allegorisch verstehen? Mehr dazu in der Filmanalyse von Wolf…
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