Ep. 88: Warum sind wir da? THE BANSHEES OF INISHERIN – Kritik & Analyse
Die Filmanalyse Martin McDonagh ist zurück und bringt ein seltsames Paar wieder zusammen auf die Leinwand: Colin Farrell und Brendan Gleeson spielen zwei gute Freunde, die sich plötzlich entzweit haben. Colm (Gleeson) will plötzlich nichts mehr mit Pádraic (Farrell) zu tun haben, obwohl nichts vorgefallen ist, vielmehr rührt diese Entscheidung ganz aus Colm selbst heraus. Er möchte die Lebenszeit, die ihm bleibt, nicht mehr mit sinnlosen Kneipengesprächen vertun, sondern etwas Bleibendes schaffen, um einmal zusammen mit Mozart und Beethoven genannt zu werden. Colm widmet fortan sein Leben seiner Geige und dem Komponieren, während Pádraic nicht wahrhaben will, dass diese große Freundschaft so jäh enden soll. Immer brutaler geraten die Maßnahmen, mit denen sich Colm von Pádraic absetzt und zugleich werden Pádraics Versuche, die Freundschaft irgendwie fortzusetzen, immer verzweifelter. „The Banshees of Inisherin“ ist eine schwarze Komödie und eine existentialistische Tragödie nicht nur über Freundschaft, sondern über das, was im Leben zählt und was den Menschen zu einem von sich selbst wissenden Subjekt macht. Wir betreten mit diesem wunderbaren Film das Reich der Philosophie. Mehr da…
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