Ep. 237: Über Männer: HEAT (1995) - Kritik & Analyse zu Michael Manns Klassiker

Sep 25, 2025 · 19m

Zwei Schauspielgiganten treffen erstmals aufeinander: #RobertDeNiro und #AlPacino bringt #MichaelMann in diesem Neonoir-Thriller zusammen auf die Leinwand – beim ersten Duell wird geredet, beim zweiten geschossen. „Heat“ ist einer der bedeutendsten Filme des 20. Jahrhunderts, der aber 1995 nicht einmal für einen Oscar nominiert war. Erzählt wird eigentlich eine ganz einfache Geschichte: Ein Cop jagt einen Gangster, doch wenn die beiden einander anblicken, dann sehen sie in ein Spiegelbild. Michael Mann zeigt in seinem knapp dreistündigen Film ein Los Angeles, wie wir es nie zuvor gesehen haben: grau-blau schimmert diese erbarmungslose Stadt, die von totaler Individualisierung geprägt ist. „Heat“ ist in erster Linie ein Film über die Einsamkeit in der Moderne, haltlos und besessen von etwas, das sie nicht benennen können, bewegen sich die Protagonisten durch die Straßen. Das Ziel haben sowohl De Niro als auch Pacino schon lange aus den Augen verloren, zur Umkehr jedoch ist es längst zu spät. Was sollte man auch sonst tun? Im Fernsehen Sport gucken und am Abend Barbecue zubereiten? Der Cop und der Gangster fürchten sich vor der Langeweile und der Gewöhnlichkeit, doch sie zahlen dafür…

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