Ep. 253: Finchers Tiefpunkt & die Netflix-Illusion: MANK - Kritik & Analyse

Nov 20, 2025 · 16m

Es ist es lange her, dass #DavidFincher sehenswerte Filme gedreht hat. „Sieben“, „Fight Club“ und „The Social Network“ liegen weit zurück. Jetzt ist der einst so gefeierte und oft überschätzte Regisseur mit einem Herzensprojekt zurück: „Mank“ ist ein Film über den heute fast vergessenen Drehbuchautor Herman J. Mankiewicz (Gary Oldman) und dessen Bedeutung für den Klassiker #CitizenKane . Vor knapp 50 Jahren trat die berühmte Filmkritikerin Pauline Kael eine Debatte unter Filmwissenschaftlern und Filmkritikern los, indem sie kräftig und polemisch an der Autorenfilmtheorie rüttelte, die wiederum entscheidend auf den französischen Filmtheoretiker André Bazin zurückgeht. Bazin sah in #OrsonWelles den genialen Autorenfilmer, dem es trotz Hollywoods Studiosystem gelungen sei, seine persönliche Vision auf der Leinwand zu verwirklichen. Kael aber verschob den Fokus auf Co-Drehbuchautor Mank, sein Anteil an dem Meisterwerk sei immens groß. Vom einsamen Genie Welles könne nicht länger die Rede sein. Diese Fokusverschiebung überführt Fincher nun bei Netflix in einen 130-minütigen Schwarz/Weiß-Film, der das alte Hollywood wieder aufleben lässt und die Entstehungsgeschichte von „Citizen Kane“ z…

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