Ep. 337: Camus als Cartoon: COYOTE VS ACME – Kritik & Analyse
Eigentlich sollte dieser Film bereits 2023 in die Kinos kommen, doch Warner entschied sich, den Film in den Archiven verschwinden zu lassen, um ihn steuerlich als Verlust abschreiben zu können. 70 Millionen Dollar Produktionskosten waren bereits aufgelaufen, zusätzlich hätte man viel Geld für Marketing ausgeben müssen. So schien es günstiger zu sein, eine Ware zu verschrotten als zu verkaufen. Nun über Umwege kommt Dave Greens „Coyote vs ACME“ doch in die Kinos und der Kontext seiner Produktion passt gut zum Inhalt: Denn der Film, der auf den 1949 erstmalig veröffentlichten Cartoons um den Road Runner und Wile E. Coyote aufbaut, erzählt von einem Kampf gegen die Macht der Konzerne. Konkret ist es der ACME-Konzern, der vom Coyote verklagt wird, haben doch die Produkte nie geholfen, den Road Runner einzufangen. Das ist die ökonomische Dimension des Films. Zugleich gibt es eine existenzialistische Ebene, die interessanter ist: Was, wenn wir hier die kulturindustrielle Antwort auf Albert Camus sehen können? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse! Literatur: Albert Camus: Der Mythos des Sisyphos. rororo. Cory Doctorow: Enshittification. Wie Tech-Konzerne uns ausbeuten und…
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